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Ulbricht besucht Ägypten

24. Februar 1965

Keinen einzigen DDR Botschafter außerhalb des Ost-Blocks gibt es 1965, denn die Bundesrepublik wertet die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der DDR als feindlichen Akt. Die meisten Länder meiden deshalb die Ost-Berliner Führung. Umso wichtiger für die DDR ist der Besuch des Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht in Kairo und das Stückchen mehr internationale Anerkennung, das er bedeutet. Ulbricht wird eingeladen, weil das sozialistische Lager an der Seite der arabischen Staaten gegen Israel steht, während Bonn den jüdischen Staat unterstützt und ihm Waffen liefert.

Allerdings hütet sich der ägyptische Präsident Nasser davor, die DDR anzuerkennen. Er sieht zu diesem Zeitpunkt keinen Grund, die Beziehungen zu dem wesentlich größeren deutschen Staat ernsthaft zu gefährden, zumal Ägypten von Bonn umfangreiche Wirtschaftshilfe erhält. Offenbar dient die Einladung Ulbrichts als Warnung an Bonn, die Zusammenarbeit mit Israel nicht zu eng werden zu lassen, denn erst im Herbst 1964 war bekannt geworden, dass die Bundesrepublik 200 Panzer an Israel geliefert hatte. Tatsächlich beschließt der Bundestag, keine Waffen mehr in Konfliktgebiete zu liefern, jedoch ohne Nasser von der Einladung an Ulbricht abhalten zu können.

Bundeskanzler Erhard nennt den Besuch einen feindseligen Akt und reagiert mit der Streichung der Wirtschaftshilfe für Ägypten. Er verkündet, dass Bonn diplomatische Beziehungen mit Israel aufnehmen werde, wobei mit Rücksicht auf Ägypten bereits zugesagte Waffenlieferungen in nicht militärische Leistungen an Israel umgewandelt werden. Unmittelbar nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik am 12. Mai zieht Kairo seinen Botschafter ab. 1969, als die arabischen Staaten jede mögliche Unterstützung für ihren Revanchekrieg gegen Israel suchen, erkennen Ägypten und vier weitere Nahost-Staaten die DDR an.

Hintergrundinformationen zur Nahost-Politik von Bundesrepublik und DDR bei der Bundeszentrale für politische Bildung

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