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Volksaufstand in der DDR
17. Juni 1953
Im ersten Halbjahr 1953 spitzt sich die Lage in der DDR immer mehr zu. Tausende Einwohner sind Opfer der erheblich verschärften Repressionen. Stark angehobenen Arbeitsnormen steht eine immer schlechtere Versorgung gegenüber, der Flüchtlingsstrom in Richtung Westen nimmt weiter zu. Eine von Moskau verlangte radikale Kursänderung, die am 9. Juni verkündet wird und unter anderem die “Stärkung der Rechtssicherheit” verspricht, ermutigt immer mehr DDR-Bürger, offen gegen das SED-Regime zu protestieren. Die Streiks, Demonstrationen und Unruhen ergreifen schließlich 700 Städte und Gemeinden. Über eine Million Menschen beteiligen sich an dem Aufstand.
Die Protestierenden stürmen öffentliche Gebäude und befreien Gefangene. Ihre Forderungen reichen von der Senkung der Arbeitsnormen und der Auflösung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften bis zur Verhaftung der Regierung oder der Wiedervereinigung. Die SED-Führung reagiert hilflos auf den Aufstand, so dass schließlich die Sowjetische Militäradministration den Ausnahmezustand verhängt. Die Niederschlagung des Aufstands durch Rote Armee und DDR-Organe kostet 60 bis 80 Menschen das Leben. Bis Mitte Juli werden rund 10.000 Menschen verhaftet. 20 von ihnen werden zum Tode verurteilt, über 2000 erhalten zum Teil langjährige Haftstrafen.
Multimediale Chronik des 17. Juni 1953 der Bundeszentrale für politische Bildung
24. März 2009 16:26
Hat mich kaum bewegt, ich war erst 4 Monate alt. Aber war es wirklich nur ein Volksaufstand??? Vielleicht ist auch ein Quäntchen Wahrweit in der SED Propaganda. Mein Vater hat mir immer gesagt: in der Politik ist der Mittelwert aus zwei sehr entgegensetzten Aussagen der Wahrheit am nächsten. Deshalb habe ich früher immer die tagesschau und die aktuelle kamera angesehen.
25. März 2009 14:27
Ich habe diese Zeit auch aufmerksam verfolgt, welche Schandtaten der RIAS in Westberlin dabei vollzogen hat, ist auch erst nach der Wende durch ehrliche Politiker wie Egon Bahr herausgekommen. So wie man jetzt in Russland von “gelenkter Demokratie spricht”, so war es auch ein gelenkter Volksaufstand.
29. März 2009 23:11
was wenige nicht mehr wissen – 1953 anläßlich des volksaufstandes in der ddr – gab es schon einmal eine schließung der grenzen in berlin vom 17.06. bis zum
21.06.1953. ich befand mich anläßlich meiner bevorstehenden jugendweihe in berlin west zur sogenannten “generalprobe” und konnte am abend nicht mehr von berlin west nach berlin ost. so mußte ich 4 tage bei verwandten in berlin west bleiben und wußte nicht, wann ich wieder in mein elternhaus zurück konnte. ab 21.06.1953 gab es dann mehrere grenzübergänge, bestückt durch tische und stühle, dahinter das kontrollpersonal – heute unvorstellbar.
21. April 2009 12:13
Auch an dieser Demonstration habe ich mit Kollegen des WTB Gerätbau der SAG AWTOWELO teilgenommen. Es war unbestritten ein Volksaufstand, verursacht durch die vorgesehene Verschlechterung des Lebensstandards der dem Aufbau einer neuen Schwerindustrie geopfert werden sollte. Die Belegschaft drohte mit einem Streik wegen Verhaftung eines Kollegen, er kam frei. Die danach im Betrieb erfolgte offene Diskussion wurde von der SED genutzt, um Diskussionsteilnehmer zu entlassen oder verhaften zu lassen.
17. Juni 2009 07:12
Ich war damals 7 Jahre alt und wir wohnten in einem Dorf in Thüringen, wo unsere
Oma eine Kirschplantage hatte. Dort halfen wir mit meiner Mutter und ich kann mich genau daran erinnern, als es um 18 Uhr hiess, nach hause, denn es ist Aus-
gangssperre. Einmal erlebte ich auch, dass ein grosses Getöne zu hören war und
wir vom schlafzimmer aus die durchfahrenden russischen Panzer sahen,dieses ist
für mich bis heute unvergesslich.
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