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Westdeutsche Journalisten berichten aus Ost-Berlin
12. Januar 1974
Als einer der ersten bundesdeutschen Pressevertreter berichtet Peter Pragal für die “Süddeutsche Zeitung” aus Ost-Berlin. Der im Vorjahr in Kraft getretene deutsch-deutsche Grundlagenvertrag gewährt bundesdeutschen Journalisten erstmals “das Recht zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit und der freien Information und Berichterstattung”. Doch noch bevor sich der erste Westkorrespondent akkreditiert hat, wird dieses Recht per Verordnung wieder eingeschränkt.
Fortan muss jede Tätigkeit außerhalb Berlins oder in einem Betrieb vom Außenministerium genehmigt werden. “Betreuer” überwachen jeden Schritt der Journalisten sorgfältig. Die “Staatsorgane” sind stets mehr oder weniger unauffällig präsent. Besonders groß ist das Misstrauen gegenüber dem Fernsehen, erst Ende 1974 können ARD und ZDF ihre Büros eröffnen. Schon ein Ein Jahr später wird der “Spiegel”-Journalist Jörg Mettke wieder ausgewiesen. Ende 1976 muss auch ARD-Korrespondenten Lothar Loewe gehen, weil er allgemein bekannte Wahrheiten allzu deutlich ausgesprochen hatte.
15. Mai 2009 22:17
Netter Post!
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