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Wirtschaftskrise in der DDR
19. Januar 1982
Die “Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik” des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker hatte seit seinem Amtsantritt zwar für einen erhöhten Lebensstandard in der DDR, aber auch für Schulden gesorgt. Nun trifft eine schlechte Ernte das Land. Als die Sowjetunion auch noch ihre Erdöllieferungen drosselt, fällt eine wichtige Devisenquelle aus. Kredite können nur mit neu aufgenommenen Krediten zurückgezahlt werden. Die Banken reagieren daraufhin mit einem Kreditstopp. Im Einzelhandel spüren die Verbraucher, dass es eng wird. Die Versorgung verschlechtert sich, an der Ostseeküste wird im Sommer sogar der Fisch knapp. Dafür bietet man Angelscheine an.
Die DDR-Führung setzt jetzt auf heimische Braunkohle statt auf russisches Öl sowie auf ihren Devisenbeschaffer Alexander Schalck-Golodkowski. In seinem Bereich Kommerzielle Koordinierung im Ministerium für Außenhandel der DDR werden Pläne für eine neuerliche Kreditaufnahme erwogen, die jedoch eine Annäherung an die Bundesrepublik bedeuten.
Informationen zur Versorgungslage in der DDR bei der Bundeszentrale für politische Bildung
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