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Wolf Biermann wird ausgebürgert
16. November 1976
Während einer Tournee in der Bundesrepublik wird der Liedermacher Wolf Biermann von den DDR-Behörden ausgebürgert. Der Schritt wird mit Biermanns “feindseligem Auftreten gegenüber der Deutschen Demokratischen Republik” begründet. Am 13. November hatte er in Köln ein Konzert gegeben, bei dem er die Verhältnisse in der DDR kritisch kommentiert hatte.
Schon in den Jahren zuvor war Biermanns Verhältnis zur SED angespannt gewesen, doch hatte der Liedermacher immer betont, dass er in der DDR leben und ihr in “kritischer Solidarität” verbunden bleiben wolle. Am 17. November erscheint eine Erklärung gegen die Ausbürgerung, die schließlich von über hundert ostdeutschen Künstlern unterschrieben wird. Die DDR-Führung reagiert mit Repressionen gegen die Unterzeichner, von denen mehrere ebenfalls gezwungen werden, in den Westen zu gehen. Viele Intellektuelle und Künstler wenden sich infolge der Affäre von der DDR ab.
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